Die Bravo – Ein Jugendmagazin wird 60!

In meiner Jugend, damals in den Tiefen der Achtziger, das Internet war noch lange nicht erfunden und die ersten Spiele ratterten von der sogenannten Datasette auf den C-64. Frühkindliche Sexualerziehung war eines der größten Tabus. So kam es, dass die Schule das übernehmen musste.
Die Lehrer waren damals noch verklemmter als Oma Gertruds Vaseline-Dose. Die Schüler gingen damals mit mehr Fragen aus dem Unterricht raus als sie vorher überhaupt im Kopf hatten. Traurig, dass es keine Antworten auf die inneren Fragen gab. Kaum ein Medium konnte damals helfen. Die Bravo konnte. Die Zeitschrift hatte eine Lösung für alle Jugendlichen parat, deren Eltern zu prüde waren, die Fragen zu beantworten.

Dr. Sommer als wesentlicher Bestandteil der Bravo

Wir als Jungs hatten damals immer darauf gehofft, dass Dr. Sommer eine Frau Dr. Sommer war. Da es uns eh schon peinlich war Fragen zu stellen, wollten wir doch wenigstens von Frau Doktor beglückt, also informiert werden. War aber leider nicht so. Ein Jugend-Therapeut und später ein Team aus „Experten“ bildeten das Sommer-Team. Alle Jugendlichen die ich damals kannte, blätterten immer zuerst zur Ratgeber Seite des Sommer-Teams. Es war verdammt hart damals in den Achtzigern.

Star-Schnitt und Foto-Love-Story

Die Mädels sammelten die Star-Schnitte, die Jungs auch. Während die einen Rick Astley und Jason Donovan sammelten, es soll sogar Exemplare der Mädchenwelt gegeben haben die David Hasselhoff an der Wand hatten, sammelten die Jungs vor allem die kleine unschuldige 😉 Madonna oder die schuldige Samantha Fox, ein Name der heute nur noch für einen Pornostar taugt. Freizügig und in Real-Größe zeigte sich der Starschnitt. Weiteres Highlight meiner Jugend war dann aber noch die Foto-Love Story, die sich mit Ihrer Geschichte über mehrere Hefte zog, immer den selben Ablauf hatte und so kreativ war wie die Teletubbies beim Drehbuch-Schreiben. Winke Winke. Wir stellten die Szenen damals nach, machten Fotos un.d klebten Sprechblasen in unsere Fotoalben. Manch eine Geschichte schickten wir auch ein, aber die Bravo erhörte uns nicht. Zum Glück, denn eigentlich wollten wir Jungs damals nur die Mädels damit rumkriegen.

60 Jahre Bravo!

Die Zeitschrift ist heute nicht mehr so wichtig wie sie es damals war. Aber dennoch ist sie Teil meiner Jugend gewesen und ich freue mich, dass es sie heute noch gibt!

Danke Bravo

Bravo - Das Jugendmagazin
Die Bravo – Leitmedium der Jugend

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