Kinder leben in einer eigenen Welt. Eine Welt die erst noch erkundet und erforscht werden muss. Eine Welt die oft voller Fragen steckt. Es braucht Zeit alle zusammenhänge und Kleinigkeiten zu verstehen. Dabei erklären sich Kinder die Welt oft selbst, oder Fragen, wenn sie etwas nicht verstehen. Das kostet Zeit. Zeit die wir als Eltern und Erwachsene oft nicht haben, wenn wir auf dem Weg zur Kita oder zur Schule schon den Folgetermin im Kopf haben. Es ist oft ein Tanz auf der Rasierklinge zwischen beeilen, Stress, zuhören und Hilflosigkeit. Schnell wird dem Kind gesagt, das es jetzt sofort weiter muss. Es wird am Arm gepackt und weiter gezogen. Die Machtkarte ist ausgespielt. Wir sind als Eltern größer und stärker und tragen das Pflichtbewusstsein in uns. Wir sollten das aber alles nicht nutzen um mit dem Kind zum Ziel zu kommen.

Erklären mit Geduld:
Bestimmt Erklären und nicht bestimmen

Natürlich muss  nicht jede Situation mit dem Kind ausdiskutiert werden, aber die Fragen und Wünsche der Kinder sollten ernst genommen werden. Hat das Kind fragen, können wir diese auch auf dem Weg ausführlich besprechen und erklären. Oder wir sagen dem Kind warum wir nun dringend weiter müssen und können anbieten, den besonderen Ort des momentanen Interesses nach der Kita oder der Schule ausgiebig zusammen zu untersuchen. Ein Kompromiss ist besser als die Machtkarte auszuspielen. Das Kind fühlt sich ernst genommen und bekommt später wertvolle Zeit, für dass was es wirklich interessiert mit Mama oder Papa zusammen.

Muss das Kind immer nur gehorchen, auch aus Gründen die es nicht verstehen kann, wird dass natürlich zu Frust beim Kind führen. Trotzreaktionen und Frust zehren dabei noch viel mehr an Nerven und Zeit als uns lieb ist. Auch für das Kind sind solche Situationen nicht sonderlich schön. Klare Regeln und Versprechen die eingelöst werden schaffen Vertrauen und sorgen für das nötige vorankommen. Aber ein Versprechen muss natürlich immer gehalten werden. Wichtig ist dabei aber, wie immer: „Kurz erklären, damit das Kind versteht warum es nicht geht.“

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