Die Sache mit den Zweifeln und dem Grübeln. Bin ich ein guter Vater oder nicht? Die Frage kommt immer mal wieder in mir hoch. Sie lässt mich grübeln, manchmal gar verzweifeln. Mein Sohn schlägt sich das Knie auf und ich kann nichts für ihn tun. So sehr ich es auch probiere, es muss jetzt Mama sein. Es geht aber gar nicht um mich, sondern um seine Phase. Er hat diese “Back to Mama” Phasen und dann wieder diese “Rock´n´Roll Daddy” Zeiten. In denen darf meine Frau nichts, ihn quasi noch nicht mal ansprechen. Dann kracht es. Meine Frau geht damit natürlicher, sicherer um. Ich hinterfrage mich, die Erziehung, die Zeit die ich mit ihm verbringe, eigentlich Alles. Alles wird auf den Prüfstein gestellt.

Vater und Sohn – wie Ebbe und Flut

Dabei spielt es keine Rolle, wie viel Zeit ich mit meinem Sohn verbringe, manchmal reichen Minuten, um für die nächsten Wochen der Held zu sein, manchmal reichen Wochen aber nicht aus. Die schönste Zeit für uns Eltern ist ja generell die, in der er beide gleich viel beansprucht, aber oft belagert er Einen von uns. Die Zuneigung verhält sich wie Ebbe und Flut, nur in größeren Intervallen. Für mich als Vater ist es nicht leicht, mit den Phasen der Ebbe umzugehen. Egal was ich auch anstelle, es ist nicht das, was gerade gefällt. Die Emotionen eines Kindes sind wie ein Puzzle; wenn ich es gerade zusammengesetzt habe, merke ich, dass es noch mehr Teile gibt als die, die ich gerade eingesetzt habe.

Der natürliche Drang zum Forschen

Auch wenn es in Mama-Phasen nicht leicht ist für einen Vater, sollte man die Ruhe und Zeit nutzen um ein paar Interessante Dinge vorzubereiten. Sachen, die den Forschergeist ansprechen. Das kann ganz subtil sein, etwa zum Testen für das nächste Camping, das Zelt test-weise aufbauen, oder etwas besonderes in der Küche anstellen. Denn auch wenn ich die Vater-Phasen genieße, so weiß ich auch wie anstrengend es sein kann, wenn sich der Kleine nur auf eine Person fixiert. Deshalb versuche ich auch in den Zeiten die für mich weniger anstrengend sind, meine Frau zu unterstützen, indem ich mit ihm Dinge mache. Dinge die uns beiden Spaß machen.

 

Wie unterstützt Ihr euch innerhalb der Familie?


2 Kommentare

L♥ebe was ist · August 11, 2018 um 16:01

ich finde das sehr schön zu lesen! auch als Tochter hatte ich sowohl Mama- als auch Papa-Phasen – und selbst erwachsene Frau gibt es das im Mini-Format immer noch 😉
es gibt einfach Dinge, die passen besser zu Mama und Tochter und andere Interessen oder Themen teilt man lieber mit dem Papa. von allem das Beste sozusagen 🙂

liebste Grüße auch,
❤ Tina von liebewasist.com
Liebe was ist auf Instagram

Dorie · August 11, 2018 um 16:17

Die Beziehung zwischen Papa und Sohn kann ich natürlich nicht so nachvollziehen, aber ich erinnere mich an die Mama-Phasen meines Bruders, die für meinen Papa nicht leicht waren. Scheint aber wohl ganz normal zu sein.
Liebe Grüße
Dorie von http://www.thedorie.com

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