In Greifswald wird der Oberbürgermeister aktiv. Hier landen jährlich, alleine durch die beiden Cafeterien des Studentenwerks, 48.000 Kaffeebecher im Müll. Um diesen Müllberg zu bekämpfen, hat er einen einfachen und effektiven Plan. Der Pfandbecher. Dieser soll nun den Coffee-To-Go-Becher den Garaus machen. Am Donnerstag startete dann das Projekt. Der Kampf gegen den Kaffee-Trend zum Wegwerfen. Den Pfandbecher gibt es für einen Euro, und wie bei Pfandartikeln üblich, gibt es diesen zurück, wenn der Becher wieder abgegeben wird. Insgesamt haben sich schon 18 Geschäfte zur Teilnahme bereit erklärt. Das Studentenwerk, kleinere Bäckereien und Kaffeegeschäfte machen mit.

Greifswald als Kaffeebecher-Vorreiter

Kostenlos gibt es solch eine Umstellung, auf Kaffeebecher im Pfandsystem, natürlich nicht und wie in der Politik üblich, will sich hier natürlich auch niemand festlegen. Es gibt erstmal eine Testphase, mit einer Förderung für die Kaffeebecher und alle teilnehmenden Geschäfte. 365,- Euro sollen das pro Anbieter sein. Insgesamt lässt sich die Stadt den Versuch und die einjährige Testphase 10.000,- Euro kosten. Pro Jahr sollen so gut 4.000 Euro Müllkosten gespart werden. Langfristig also ein gute Investition. Ökologisch ist es das in jedem Fall.

In den letzten 20 Jahren schossen die Kaffee-Buden nur so aus dem Boden. Egal ob es amerikanische Ketten oder sogar Fast-Food-Ableger von Coffeeshops waren oder einfach ortsansässige Kaffee-To-Go-Shops. Gefühlt gibt es sie mittlerweile an jeder Ecke. Der Müllberg der durch diese neue Wegwerf-Mentalität entsteht, ist enorm. Der Greifswalder Versuch ist also auch für größere Städte mit weit höherem Müll-Aufkommen nicht nur denkbar, sondern dringend nötig. Wir sollten hier alle Verantwortung übernehmen. Denn Alternativen zum Plastikbecher oder zum Pappbecher sind überall vorhanden.

Eine Lösung ist es zum Beispiel, den eigenen Thermo-Becher zu benutzen und befüllen zu lassen. Der Link ist ein Amazon-Partner-Link. Benutzt ihr diesen, bekommen wir eine kleine Provision, der Preis für euch bleibt aber gleich. Wir bedanken uns für eure Unterstützung.

Kaffeebecher

Kaffeebecher (Alexa_Fotos pixabay)

Das dreckige Geschäft mit dem Kaffee

Das dreckige Geschäft mit dem Kaffee ist ein Geschäft, das auf dem Rücken der Kaffeebauern ausgetragen wird. Mit billigen Löhnen und Dumping-Preisen werden diese abgespeist. Dabei ist es egal, ob es normaler Kaffee oder Bio-Kaffee ist. Die Bauern leiden unter den Discount-Preisen und können sich dagegen nicht wehren. Fairtrade scheint die Lösung zu sein, macht den Kaffee aber etwas teurer. Eine Investition die sich aber auf jeden Fall lohnt.

Für ein paar Cent mehr, kann den teilnehmenden Plantagen so ein Betrag überwiesen werden, mit dem Arbeiter und Arbeiterinnen faire, ortsübliche und bessere Löhne gezahlt werden können. Doch die großen Kaffeehäuser fürchten um ihren Umsatz. Denn die Gewinnspanne beim Kaffee ist enorm. Wasser kostet nur ein paar Cent und die 3-4 Gramm, die pro Kaffee benötigt werden, kosten rund 40 Cent. Bezahlt werden für den Kaffee oft weit mehr als 3 €. Kein Wunder, dass die Gierigen hier versuchen Ihre Gewinnspanne so stark wie möglich zu halten.


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