Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht was sie tun. Jeder kennt diese Zeilen aus dem Klassiker von Herbert Grönemeyer “Kinder an die Macht”. Global- und Weltpolitisch gesehen mag das stimmen, aber ich denke, dass es auf die Familie runter gebrochen nicht der richtige Ansatz sein kann. Erziehung ist berechnen. Erziehung ist ein Ziel mit natürlich weichen Parametern, aber harter Arbeit. Ohne eine Vision, ohne ein Ziel, lässt sich Erziehung nicht realisieren. Das pure Erfüllen aller Bedürfnisse kann nicht das Ziel guter Erziehung sein. Für die gute Erziehung sollten wir uns selbst Grundsätze auferlegen, die für jeden von uns wichtig sind. Unser Erziehungsmaßstab ist ein ganz einfacher. Wir wollen, dass unser Sohn ein selbstbewusster, freundlicher und rücksichtsvoller junger Mensch wird. Das ist der Leitsatz unserer Erziehung, unsere tägliche Motivation. Etwas, das wir nicht ständig vor Augen haben, aber doch irgendwie ständig im Kopf. Etwas, was ein Kind noch gar nicht mental visualisieren kann.

Kinder und Kinderhände setzen Trübsinn ein Ende

Das ist richtig, reicht aber nicht, um die Kontrolle zu übernehmen. Die sollte in der Erziehung bei den Eltern bleiben. Kinder sind zarte, tolle Wesen, die die Welt mit anderen Augen sehen. Das sollen sie auch, deshalb ist es die Aufgabe der Eltern die Führung zu übernehmen und den Kindern den Raum zur Entwicklung zu geben, den sie brauchen. Aber unter Berücksichtigungen von Regeln. Denn diese gibt es ein Leben lang zu beachten. Im Berufsleben, in der Schule, im Sportverein. Kinder sollten lernen auf andere Rücksicht zu nehmen. Das geht aber nur, wenn Eltern das auch vorleben. Dabei ist es ganz egal, ob es mal um die eigenen Bedürfnisse geht, oder die anderer. Kinder lernen dadurch beides, sich selbst für wichtig zu halten, aber auch Andere. Je nach Abwägung der Situation und der Ereignisse. Etwas, das Kinder aber nur lernen, wenn Ihnen Bedürfnisse, Freundlichkeit, Liebe, Dankbarkeit und Aufmerksamkeit vorgelebt werden. Mit Grenzen und ein paar Regeln. Regeln, die Kinder verstehen und die dann die Welt zu einem besseren Ort für alle machen können. Eine Welt mit Armeen aus Gummibärchen und Panzern aus Marzipan, anstelle von echten Kriegen.

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9 Kommentare

Dr. Annette Pitzer · September 16, 2018 um 9:09

Kinder an die Macht ist auch Global- und Weltpolitisch nicht das Richtige. Sieht man ja lauter nicht erwachsen gewordene Egozentriker, die ihre Macht egozentrisch, rücksichtslos und unverantwortlich anwenden.
Alles Liebe
Annette

Verena Schulze · September 16, 2018 um 19:58

Ich glaube auch, dass die Eltern unbedingt Federführend bleiben sollten!
Bei Kleinigkeiten können die Kinder aber wunderbar Vorbild sein und die Eltern erinnern – Fahrradhelm, Reycling, weniger Plastik kaufen – das sind so Dinge wo unsere Kinder echt die Nase vorn haben!

L♥ebe was ist · September 16, 2018 um 21:16

Kinder sind eben keine kleinen Erwachsenen! wie soll ein Kind wissen, was richtig und was falsch ist … und was überhaupt Moral? wenn es das nicht von seinen Vorbildern lernt 🙂

liebste Grüße auch,
❤ Tina von liebewasist.com
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Avaganza · September 16, 2018 um 22:04

Ein interessanter Blogbeitrag – ich bin immer wieder mit Kindern konfrontiert die keine Grenzen und Regeln kennen … die Auswirkungen zeigen sich allerdings schon jetzt ;-). Ich denke nicht dass man Kindern damit einen Gefallen tut, sie machen zu lassen was immer sie wollen. Damit sind sie in Wirklichkeit nämlich heillos überfordert.

Liebe Grüße
Verena

Marie-Theres Schindler · September 16, 2018 um 22:25

Das ist ja ein interessanter Ansatz – bei uns in der Familie käme er aber nicht in Frage. Meiner Meinung nach sollten Erwachsene Kindern Werte vermitteln.
Liebe Grüße,
Marie

Hanna · September 16, 2018 um 22:25

Ich finde, das hast du sehr schön zusammengefasst. Zwar sollte man Kindern nicht grundsätzlich alles verbieten, aber sie völlig ohne Erziehung aufwachsen zu lassen ist sicherlich auch nicht der richtige Ansatz.

Liebe Grüße
Hanna

Sarah · September 16, 2018 um 23:06

Ein sehr gelungener Beitrag und ich stimme mal wieder absolut zu 🙂 Die Erziehung soll doch bitte bei den Eltern bleiben. Und Annette im Kommi über mir hat auch absolute Recht 🙂

Liebste Grüße,
Sarah von http://www.vintage-diary.com

Kinderwünsche und Elternwünsche: Alles unter einem Hut? · September 22, 2018 um 18:03

[…] auch, dass er auch mal zurückstecken muss. Das Selbe gilt aber auch für uns. Auch wir als Eltern müssen natürlich auch mal zurückstehen und den Wünschen der Kinder Vorrang vor unseren […]

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