Einst, als ich noch jung war, kannte ich Kopfschmerzen nur in der Form eines Katers. Das soll jetzt nicht ungegendert klingen, aber beim Begriff Kater, weiß Jeder und Jede gleich Bescheid. Doch als die Jahre so ins Land strichen und sich in meinem Gesicht langsam bemerkbar machten, kam eine neue Art von Kopfschmerz, die ich damals gar nicht kannte. Migräne.

Lange Zeit gab ich mich der Migräne geschlagen und wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte. Kopfschmerzmittel halfen nicht und die Aura machte mich an manchen Tagen so fertig, dass ich weder Licht noch Lärm ertragen konnte. Ganz zu schweigen von den üblen Stimmungsschwankungen und der Emotionalität. Ich wollte mich aber nicht ergeben.

Migräne und ich: Eine von uns beiden muss jetzt gehen

Bei einem Glas Cola-Light dachte ich nach. Woher kam dieser üble Kopfschmerz samt Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, Lärmempfindlichkeit und Stimmungsschwankungen? Ich trank genug, meistens Cola-Light, ernährte mich überwiegend gesund und bewegte mich ausreichend oft, auch sportlich. Dennoch quälte mich regelmäßig die Migräne. Zur schlimmsten Zeit sogar einmal im Monat, über mehrere Tage. 2-3 davon mit geschlossenen Vorhängen, das Gesicht ins Kissen vergraben mit dem Versuch, mich nicht zu bewegen. In einem Bericht einer amerikanischen Universität las ich dann, dass künstliche Süßstoffe oft Auslöser für Migräne sein können. Ich glaubte nicht daran, dass mein Lieblingsgetränk Schuld an den üblen Schmerzen sein sollte.

Ich begann meine eigene Migräne-Studie

Es war ganz einfach. Alle Süßstoffe wurden aus meinem Ernährungsplan gestrichen. Ich testete dies ein halbes Jahr. Der Erfolg stellte sich schnell ein. Die Migräne ging und kam nicht mehr so oft und vor allem nicht mehr so heftig vorbei. Mein Ibuprofenverbrauch sank von mindestens einer Packung pro Monat auf eine Packung im halben Jahr maximal. Jetzt ist es mittlerweile so gut, das ich nur noch 1-2 mal im Jahr die Symptome spüre und die Schmerzen dabei viel geringer sind als damals. Zudem wirken die Triptane besser, als noch zur Zeit von Cola-Light und Co. Die Symptome sind bei einer Attacke zwar noch da, aber so erträglich, dass ich mein Gesicht nicht über mehrere Tage vergraben muss. Jede Migräne hat einen Auslöser, meiner waren die Süßstoffe. Mein Selbstversuch hatte sich gelohnt!


6 Kommentare

Anja · August 7, 2018 um 14:47

Ein toller Artikel. Ich selbst bin von solcher Migräne bisher verschont geblieben, werden deinen Artikel aber mal weiterleiten. Ich kenne jede Menge Menschen, die darunter leiden. Wie wunderbar, dass Du rausgefunden hast, woran es lag.
Liebste Grüße
Anja von https://pinkshape.de

Sirit · August 7, 2018 um 16:37

Hi Thorsten! Da wäre ich nie drauf gekommen auf Süstoffe! Irre! Ich habe auch so 5 Mal im Jahr Migräne, wenn die Temperatur um mehr als 10 Grad plötzlich steigt oder sinkt oder wenn ich von ganz hell rein komme in ein dunkles Zimmer oder mich der helle Schein von Licht im Auge trifft. Ich nehme dann Dolormin Migräne eine halbe Tablette und oft ist es dann gut. Interessant Dein Beitrag!

Mandy · August 7, 2018 um 19:20

Hallo Thorsten! Toller Beitrag! Bin zwar ein Weiblein, aber kenne das mit Migräne nur zu gut. Leider. Dein Ansatz ist sehr interessant und beobachte ich mal selbst bei mir.

Liebe Grüße,
Mandy von https://esportlive.org

L♥ebe was ist · August 7, 2018 um 19:27

ein wirklich interessanter Beitrag! ich leide selber unter einem erhöten Migräne-Risiko und es hat lange gedauert, bis ich herausfand, was die Auslöser dafür sind! ich denke, das ist ein ganz wichtiger Schritt für einen selber 🙂

liebste Grüße auch,
❤ Tina von liebewasist.com
Liebe was ist auf Instagram

Dorie · August 7, 2018 um 21:04

Wow, Davon habe ich noch nie gehört, aber gut, dass du etwas gefunden hast, was es dir jetzt leichter macht.
Liebe Grüße
Dorie von http://www.thedorie.com

Julia · August 8, 2018 um 7:03

Toll wenn du deine Migräne in den Griff bekommen hast. Gott sei Dank gibt es oft simple Lösungen dafür, wenn man es denn ändern will.

Migräne ist auf jeden Fall nie toll, egal ob bei Mann oder Frau.

Alles Liebe,
Julia
https://www.missfinnland.at

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