„Eine Prise Chaos war und ist ein elementarer Bestandteil des Nukstock“

Das Nukstock Open Air öffnet am 24. und 25. August dieses Jahres zum 20. Mal seine Pforten. Die sorbische Lausitz wird dabei einmal mehr zum Schauplatz von Death- und Thrash-Metal sowie anderer Klänge zur Beanspruchung der Nackenmuskulatur. Der Blog-Pirat sprach mit Mitorganisator Stanij über Geschichte und Gegenwart des Kult-Festivals.

Stanij, wie ist das Nukstock entstanden?

Die Idee zum Nukstock ist im Jahr 1997 entstanden, parallel zum legendären Nucknitzer Dorffest, das jeder kennen sollte. Damals wollte eine Horde junger Leute aus der Barakka, dem alternativen Jugendklub und unserer heutigen Kommandozentrale, neben den altbewährten Blas- und Bumskapellen (Schlager) auch ein eigenes Programm mit Metal-, Rock- und Punkbands für die Jugend auf die Beine stellen. Der Bitte wurde dann auch nachgegangen und so wurde das Nukstock für 2 Jahre Teil des Dorffestes, bevor man sich dazu entschloss, die ganze Sache 1999 auf die große Wiese neben dem Steinbruch zu verlegen. Seitdem wird mit Unterbrechungen in den Jahren 2001 und 2002 an genannter Stelle ausgiebig gefeiert.

Ihr feiert das Festival unter der Prämisse „klein aber fein“. Wie viele Gäste könnt Ihr ohne Chaos verkraften?

Nun ja, ich würde zunächst einmal sagen, dass eine Prise Chaos seit jeher ein elementarer Bestandteil des Nukstock war und ist. Deswegen sagen wir auch vor dem Hintergrund unseres Jubiläums: „Welcome to 20 years of fucking chaos and confusion“. Das gilt sowohl für den Ab- und Aufbau des Festivals als auch dessen Durchführung, wobei unsere Gäste eine gehörige Portion zum Chaos beitragen. Darüber sind wir sehr dankbar, denn es gibt kein schöneres – und doch recht kurzes – Paralleluniversum als das Nukstock. Gäste können wir viele vertragen, solange jeder Spaß hat. Und das waren die letzten Jahre immer so um die 500 pro Fest. Beim Nukstock stellt sich eher die Frage, wie viel Bier jeder verkraften kann.

Du bist ja insbesondere für das Booking der Bands zuständig. Erzähl ein Bisschen was zum diesjährigen Lineup des Festivals.

Nukstock A - Blog-Pirat

Nukstock – Flyer und Lineup

Musikalisch haben wir uns dieses Jahr dazu entschlossen, die Sache wieder ein wenig härter angehen zu lassen. Dies ist auch eine Folge der Wünsche, die unser Publikum geäußert hat. Aus diesem Grund haben wir schwerpunktmäßig Metal im Programm – und das unterschiedlicher Couleur und aus verschiedenen Ländern. Headliner sind die Thrasher DEW SCENTED aus Norddeutschland (die zugleich ihren Abschied nach 26 Jahren angekündigt haben uns bei uns einen der letzten Gigs spielen) sowie NIGHT VIPER, eine Heavy Metal Band aus Schweden. Aus der Schweiz kommen die Extreme Metaler MATTERHORN. Darüber hinaus haben wir mit CIST (Old School Death Thrash Metal) die erste Band aus Russland an Land ziehen können. Nichtsdestotrotz legen wir auch hohen Wert auf unseren N.I.S (dem Nukstock Ideal Standard) – das heißt, dass wir Bands haben, die das Chaos, welches das Nukstock ausstrahlt, auf der Bühne leben und vorleben. Den Part übernehmen HENTAI CORPORATION aus Prag. Zu guter letzt legen wir hohen Wert auf lokale Acts – vertreten durch PROGERIA (Death Metal), TOURETTE BOYS(Psychedelic Powerblues) und I AM (Black Metal).

Nukstock B - Blog-Pirat

Nukstock – Flyer – weitere Infos

Was ist das besondere auf dem Festival, was wird den Besuchern außer den Bands noch geboten?

Das Besondere ist die Atmosphäre – eine Symbiose aus harten Klängen, Bier, Schweiß und Herzlichkeit. Hier ist die Musik zum Teil grimmig, die Menschen jedoch stets mit einem Lächeln im Gesicht (zum Teil aus unterschiedlichen Zuständen resultierend). Bei uns gibt es neben dem klassischen Barzelt (in dem sich auch ein Kicker und zahlreiche Sofas im gemütlichen Licht befinden) eine eigene Essstation (der Kotzekocher) und – das Highlight – ein pupsgemütliches Teezelt mit auferlegter Barfußzone. Am Samstag werden als Rahmenprogramm die sogenannten Paradebilympics angeboten – ein höchst amüsantes und nerven-zerrendes Turnier.

Wo und bis wann kann ich noch Karten für das Nukstock bekommen?

Karten gibt’s bei uns nie im Vorverkauf und wir mussten auch noch nie jemanden abweisen. Bei uns gibt es immer einen Weg – und wenn es der Huckepack werden sollte, fein. Die Gäste können einfach hinkommen, ihr Zelt aufbauen und dann hereinspaziert. Für 10€ gibt’s das Tagesticket, das Wochenendticket bekommt jeder für 15€. Und Bier und Essen gibt’s auch zu humanen Preisen.

Danke für das Interview.

Hier geht es zur offiziellen Facebook-Seite: https://www.facebook.com/Sorbistan666/


4 Kommentare

Loving Carli · August 4, 2018 um 19:17

Das Festival kenne ich gar nicht. Das ist aber auch so gar nicht meine Musikrichtung. Ich muss aber sagen, bin allgemein nicht so der Festivaltyp.

Liebe Grüße
Melanie von https://www.lovingcarli.com

Jasmin · August 4, 2018 um 19:52

Das klingt ja nach einem tollen Fesitval. Ich muss sagen ich bin nicht so ein Festivaltyp. War bis jetzt nur auf dem Elements.

LG Jasmin

L♥ebe was ist · August 4, 2018 um 22:28

vom Nukstock-Festival habe ich tatsächlich noch nie was gehört – vl aber auch einfach weil Metal nicht so ganz mein Genre ist 😉

ich gehe da eher in Richtung Indie/ Elktro 🙂

liebste Grüße auch,
❤ Tina von liebewasist.com
Liebe was ist auf Instagram

Sarah · August 5, 2018 um 0:13

Puh, Metal ist so gar nicht meins. Aber das ist natürlich Geschmackssache:) Bin noch nie auf einem Festival gewesen und irgendwie finde ich’s auch gar nicht so verlockend. Bin wohl irgendwie nicht der Typ dafür 😉

Liebste Grüße,
Sarah

http://www.vintage-diary.com

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