Es gibt immer Momente im Leben eines Menschen, welche er nicht vergisst. Welche das am Ende für meinen Sohn sein werden, weiß ich natürlich nicht. Aber ich weiß, dass ich einige Momente die ich mit ihm erlebt habe nicht vergessen werde, so es meine geistige Gesundheit zumindest zulässt. Einer dieser besonderen Momente war der Besuch eines Festivals mit meinem Sohn, ich glaube seine Mutter und meine Ehefrau waren auch dabei. Wir waren also zu dritt und machten uns auf zum Festival Mediaval.

10 Jahre Festival Mediaval – Auf zum Jubiläum

Musikalisch liegen meine Frau und ich weit auseinander. Unser Sohn hat noch keinen ausgeprägten Musik-Geschmack, weshalb die Wahl des Festivals schon eher schwer fiel. Aber da meine Frau und ich schon sehr begeisterte Mittelaltermarkt-Besucher – natürlich in Gewandung – sind, haben wir das Festival Mediaval für uns entdeckt. Wir waren dort auch schon zu zweit, aber auch schon zweimal mit unserem Sohn. Das Festival hat den Vorteil, dass nicht nur unser Hund mit darf und willkommen ist, sondern dass es neben zahlreichen Bands auch andere Abwechslungen zu bieten hat. Es tummeln sich Gaukler, Piraten, Händler, Handwerker und alles mögliche fantastische Gesindel und es gibt Workshops, Lesungen, Aufführungen, vier Bühnen, eine Piratenbucht, einen Kinderspielplatz und weitere Attraktionen.

Zum Abend hin, wenn alles in Kerzen und Fackellicht getaucht wird und der Rauch über den Hügel der Parkanlage zieht, stehen wir vor der großen Bühne, mein Sohn bei mir auf dem Arm, wir tanzen zu den rhythmischen Klängen von Omnia und ich versuche, diesen Moment festzuhalten. Sein Lachen und die Freude, seine feste Umklammerung und die Wärme die von diesem kleinen Menschen ausgeht. Glücklich und zufrieden fallen wir ins Bett und freuen uns auf den nächsten Tag des Festivals.

Die Tage auf diesem Festival sind immer sehr abwechslungsreich und teilweise auch laut, weswegen wir auch auf die nötigen Pausen und den erforderlichen Abstand zur Bühne achten. Ansonsten hüpft, springt und spielt unser kleiner Pirat aber über das gesamte Gelände, als sei er dort zuhause. In meiner ganzen Emotion merke ich selbst, dass es wohl wirklich so sein muss. Zuhause ist dort, wo sich das Herz wohlfühlt. Dieser Ort und das Festival gehören aufgrund der Freude irgendwie dazu.

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