Von guten und von schlechten Eltern, könnte auch von besseren und weniger guten Menschen handeln. Doch gibt es gut und schlecht? Besser und  weniger gut? In meinen Augen machen wir, also meine Frau und ich alles richtig, aber in Augen anderer sind wir manchmal vielleicht zu streng. Sind wir nun gute oder schlechte Eltern?

Von guten und von schlechten Eltern – Auf den Willen kommt es an

Ist es dabei nicht so, dass wir uns mit dem Kind und der Erziehung als solches beschäftigen sollten. Wir müssen uns reflektieren, miteinander innerhalb der Familie reden, schauen ob es Situationen gab in denen wir als Eltern etwas hätten anders machen sollen. Die eigene Linie der Situation anpassen und auch mal locker lassen. Verständlich sein und erklären. Aber die Regeln immer im Blick behalten. Die Geduld dürfen wir nicht verlieren, die Geduld wenn etwas länger dauert, die Geduld mit uns selbst, wenn wir mal gestresst sind und die Zunge wieder schneller reagiert als der Kopf.

Nie werde ich die Mutter vergessen, die vor mir an der Kasse bei einem Textileinzelhändler mit ihrem Kind stand. Sie nahm es hoch, roch am Popo des Kindes und stellte das Kind angewidert auf die Füßchen zurück. „Du stinkst, geh weg!“ waren die Worte die folgten. Die Tränen begannen zu kullern, das Kind schluchzte. Die Mutter verdrehte genervt die Augen. „Hör auf zu heulen, du bist doch nicht blöde!“ Demonstrativ drehte sie sich von ihrem Kind weg und schob noch weitere Aufmunternde Worte nach. „Ich muss dir ja wieder den verschissenen Arsch abwischen.“

Ich hatte damals noch keine eigenen Kinder, kannte mich mit solchen Situationen nicht aus, fühlte aber, dass dies für mich nicht der richtige Weg wäre. Auf das Kind wirkten so viele negativen Worte ein, soviel negative Emotionen. Ich hatte ein wenig Sorge um das Kind, denn wenn die Mutter schon in der Öffentlichkeit so mit dem Kind sprach, was würde erst in den eigenen vier Wänden für Worte und Beschimpfungen fallen? Sicher ist jeder mal gestresst und auch einen schlechten Tag kann jeder mal erwischen, aber uns sollte dabei immer bewusst sein, welchen Schaden wir mit falschen Worten und krassen Emotionen in unseren Kinder bewirken könnten. Von guten und von schlechten Eltern, denn auch die guten können mit zuviel und übertriebener Sprache und Emotionalität viel zerstören.

Habt ihr auch solche Situationen erlebt die Ihr Jahre später noch als Mahnmal der Erziehung im Kopf habt?

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