Wir sind vor gut einem Jahr fündig geworden und haben zugeschlagen. Den Schritt vom Mieter in Berlin zum Eigentümer in Falkensee im Havelland, angrenzend an die Hauptstadt. Dies garantiert uns kurze Wege und den Weg raus aus dem Mietenwahnsinn, der sich in den Ballungsgebieten gerne ergibt. Unser zweiter Sohn war gerade 1 Jahr alt und unsere 3-Zimmer-Wohnung in Berlin-Mitte wurde uns etwas zu klein. Ein neues Zuhause musste also auf mittlere Sicht her. Sicher, teilen sich die beiden Jungs immer noch ein Zimmer zum Schlafen. Das ist aber eine Entscheidung, die nicht wir als Eltern treffen, sondern unser Großer. Dieser möchte, zumindest in der Nacht, neben seinem kleinen Bruder schlafen.

Tagsüber haben aber beide die Möglichkeit, sich aus dem Wege zu gehen und ins eigene Zimmer zu flüchten. Auch mal mit knallenden Türen. Ein Komfort, den wir lange gesucht haben. Ein Umzug innerhalb Berlins und weiter zur Miete hätte sicher auch eine Alternative sein können. Aber eine 4-Zimmerwohnung in der Stadt wäre für uns langfristig teurer gekommen, als unsere neue Eigentumswohnung die wir nun vor den Toren der Hauptstadt gefunden haben. Da wir beide sehr zentral arbeiten, war uns die Anbindung ins Zentrum von Berlin wichtig. Dies ist durch den fußläufig zu erreichenden Regional-Bahnhof gegeben. Beide brauchen wir nur rund 30 Minuten zur Arbeit. In etwa soviel, wie vorher auch.

Das Suchen nach einem neuen Zuhause hat einige Zeit in Anspruch genommen.

Auch haben wir uns mit verschiedenen Möglichkeiten beschäftigt. Etwa ein altes Häuschen oder ein Baugrundstück und dann neu bauen. Dabei stellte sich uns die Frage: Was kostet ein Massivhaus? Es hat aber auch viele Vorteile, selber bauen zu können. Einerseits lässt sich in die Planung eingreifen und das Haus lässt sich dadurch an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Gerade für Familien ein wichtiger Faktor. Aber auch für Menschen, die beispielsweise in ihrer Bewegung gehandicapt sind. Ein barrierefreier Bungalow fürs Alter oder ein Mehrgenerationenhaus. Sicher am Ende auch jeweils eine Frage des Budgets.

Ein neues Zuhause muss auch zum Budget passen

Bei unserer Suche merkten wir auch schnell, dass die Frage nach dem Budget der wichtigste Faktor wurde. Wir wussten was wir uns leisten konnten. Damit konnten wir uns schnell ein Bild über verfügbare Immobilien und unsere Optionen machen. Auch die Nebenkosten haben wir immer in den möglichen Kaufpreis einkalkuliert. Dadurch haben wir schnell ein Gefühl für den Immobilienmarkt bekommen und wussten, was wir für ein Budget brauchten. Unsere Gier, das Eigenkapital zu erhöhen, um bei der Bank bessere Konditionen zu bekommen, wurde von der Familie unterstützt. Aber auch beim Umzug, bei der Renovierung und/oder bei der Betreuung der Kinder haben uns Oma, Opa und der Brüdi sowie Freunde unterstützt. Denn auch dafür zu sorgen, dass die Folgekosten für unser neues Zuhause gering bleiben, ist wichtig.

Budget sparen durch Eigenleistungen

Eine eigene Immobilie nutzt am Ende nichts, wenn kein Budget mehr da ist, um sie an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Es ist daher gut zu wissen, wie das alles umzusetzen ist und wer einem helfen kann. Finanziell und körperlich. Wer Eigenleistung erbringen kann, der spart oft viel Geld. Unseren Holzboden haben wir in der ganzen Wohnung selbst verlegt und haben dadurch einige tausend Euro an Handwerkerkosten gespart. Selbes gilt für das Malern. An anderen Stellen haben wir uns aber auch Fachmänner ins Haus geholt. Nach nun gut einem Jahr sind wir sehr glücklich in unserem neuem Nest und freuen uns jeden Tag darauf, in unser neues Zuhause zu kommen.

Aber auch die Folgekosten müssen bedacht werden. Beim eigenen Haus sollte beispielsweise eine Instandhaltungsrücklage gebildet werden. In Eigentumswohnungen passiert das meist automatisch über das Hausgeld, hier ist meist die Instandhaltungsrücklage für Sanierungen und Instandhaltungen inkludiert. Eigenständige Eigentümer sollten hier nicht an der falschen Stelle sparen. Und stattdessen lieber gut kalkulieren, wieviel im Monat für in der Zukunft liegende Sanierungen anfallen könnte.


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