Das Leben als Alleinunterhalter, Zauberer oder Künstler kann sehr schwer sein. Oft steht und fällt der Auftritt mit der Güte des Publikums. Die Qualität der eigenen Darstellung trägt natürlich dazu bei, das Publikum in den Bahn des eigenen Auftritts zu ziehen.

Mein Publikum sind meine Frau und unsere beiden Söhne. Die Show ist eine fulminante Zauberdarbietung die ihresgleichen sucht. Sie besteht aus sagenhaften und unglaublichen 2 Zaubertricks.

Das gute daran, diese Tricks lassen sich variieren. So schaffe ich es, ganze 3 Minuten die tosende Menge von zweieinhalb Zuschauern in meinen Bann zu ziehen. Mein zweiter Sohn ist erst wenige Wochen alt, weswegen ich ihm verzeihe, dass er nicht klatscht, bei den anderen Beiden bin ich nicht so nachlässig. Doch woraus besteht nun diese unglaubliche aus über einem Zaubertrick bestehende und fast 5-minütige, einzigartige Zaubershow? Ich möchte meine Tricks nicht verraten, das tun wahrhaftige Zauberer nämlich nicht, aber ich möchte euch einen kurzen Einblick gewähren.
Der Zauberer lebt vom Applaus und dem Leuchten in den Kinderaugen

Zauberei ist oft Illusion, weshalb ich stets und ständig auf Ablenkung aus bin. Beim ersten Trick verschwindet der Ehering. Mit viel Glamour und pompösem Gehabe zeige ich bedeutungsschwanger auf den Ehering, welchen ich mit Daumen und Zeigefinger über meiner hohlen linken Hand halte. Ich spüre die Freiheit, gleich wird dieser Ring verschwunden sein. Mit dramatischen Worten und bedrohlicher Stimme verkünde ich das diabolische Vorhaben. Mit noch dramatischeren Worten und viel bedrohlicherer Stimme, deutet meine Frau das große Unglück an, welches mit dem „nicht mehr auftauchen des Eherings“ in Verbindung stehen würde. Die Freiheit scheint nicht mal von kurzer Dauer.

Die Stimmung im Publikum kippt von gelangweilter Familie zu unbarmherzigen Kritikern. 33% der Zuschauer scheinen verloren. Ich ignoriere das. Jedes Genie hat seine Neider. Dann folgt der erste Zaubertrick: gekonnt und fingerfertig verschwindet der Ring. Die rechte Hand scheint ihn zu greifen und mit großem Trara hebe ich die Hand neben meinen Kopf. Dann mit der linken Hand auf die rechte Faust deuten, dem Publikum Zeit geben, der Magie zu folgen und dann die Hand öffnen. Die Hand ist leer. „Toll Papa!“ ertönt es aus der Menge. „Sah gar nicht so schlecht aus!“ lässt meine Frau verlautbaren.

Zauberer sind auch Schauspieler

Die eigentliche Kunst besteht aber nun darin den Ring wieder herbeizuzaubern. Hinter dem Ohr des Kindes, oder aus seiner Hosentasche, alles kein Problem, es führt zu ordentlichen Lachern und es werden Zugaben verlangt. Es gibt aber nur noch einen Trick den ich kann. Dieser ist mit viel Leid und großer Hingabe verbunden. Ich trenne mir unter Schmerzensschreien und vor den Augen des geschockten Publikums die Fingerkuppe des Daumens ab um ihn dann sogleich wieder hinter dem Ohr meines großen Sohnes zu finden und ihn daraufhin wieder an den restlichen Daumenstumpen zurück zu zaubern.


Da ist die Welt noch in Ordnung.

Der Daumen ist ab …

… der Schmerz nimmt zu!

Der Zauberer achtet darauf, dass das Publikum das auch merkt. Ablenkung ist alles!

Die 3-minütige Show endet also, so wie es sein sollte mit einem Kracher. Mein kleinster Sohn ist während dieser atemberaubenden Darstellung eingeschlafen, das ist okay, denn Begeisterung kennt viele Gesichter. Meine Frau, sichtlich geschockt oder gelangweilt, verlässt das Wohnzimmer, geradezu fluchtartig – wahrscheinlich will sie die erste am Backstage-Ausgang sein. Mein 6-jähriger fordert begeistert und euphorisch Zugaben. Ich gehe aufs Ganze und setze noch Einen oben drauf. Ich werde eine Weintraube verschwinden lassen. Sie fliegt hoch in die Luft und verschwindet in meinen Mund. Mit einem selbstverständlichen „Taddaaa“ endet die Show. Nun ist auch der letzte Fan zufrieden.

Gibt es auch richtige Zauberer?

Oft habe ich nun schon mit dem Gedanken gespielt, meine Künste einem größerem Publikum darzubieten. Aber es ist, wie so oft im Leben. Wenn man möchte, dass etwas gut werden soll, dann sollten das Menschen machen, die es wirklich können. Für den nächsten Kindergeburtstag wird es bei mir also nicht mehr reichen. Kindgerechte Zauberei und Unterhaltung auf einer Familienfeier oder einer privaten Veranstaltung sollte nicht selbst gemacht werden, denn erstens nimmt man sich besser selber die Zeit, an der Feier teilzuhaben und zweitens könnte das Programm nicht so professionell sein, wie gedacht.

Als Alternative haben wir den Zauberer Sascha Lange aus NRW gefunden. Hier geht es zu seiner Homepage: Kinderzauberer Dortmund. Seine Zaubershows bietet er schon für Kinder ab 2,5 Jahren an. Auch für ältere Kinder hat der Zauberer aus NRW ein eigenes Programm am Start. In Salasas Jahrmarkt der Wunder wird es dann richtig wild. Hier wird gespielt, geschminkt, Luftballons gefaltet und natürlich auch gezaubert. Ein Zauberer verrät nie seine Tricks, aber sicher lernt ihr bei Sascha Langes Zaubershows die ein oder andere faszinierende neue Illusion oder Zauberei kennen. Ich werde beim nächsten Mal zumindest genau hinschauen, um mein Portfolio an Zaubern etwas auszubauen.

Welche Zaubertricks habt Ihr auf Lager?

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Kategorien: Eltern