Wenn man umzieht, ergeben sich in der neuen Wohnung oder im neuen Haus ganz andere Herausforderungen als in der Bleibe davor. Wir haben in diesem Sommer den Schritt von einer Mietwohnung im Berliner Altbau in eine Eigentumswohnung nach Falkensee vollzogen. Unser Sommerurlaub bestand darin, zu renovieren, zu packen und umzuziehen. Das ist mit zwei Kindern schon eine kleine logistische Meisterleistung. Wann wird die Oma am besten eingesetzt und wann hilft wer aus der Familie und dem Freundeskreis? Doch auch die neuen Gegebenheiten in der neuen Wohnung müssen berücksichtigt werden.

Renovieren und Sanieren in Eigenleistung

Wir hatten uns Einiges vorgenommen. In der neuen Wohnung gab es beispielsweise zwei Zimmer, die späteren Kinderzimmer, die Laminat auf altem Teppichboden liegen hatten. Wir fanden diese Lösung nicht sonderlich charmant, weshalb das Laminat und die Auslegeware aussortiert wurden. Auch im Schlafzimmer lag ein Teppich. Im Wohnzimmer gab es zwar Parkett, dies war aber nicht nach unseren Vorstellungen. Also entschlossen wir, alle Böden zu renovieren. Alles raus, Holzparkett in Eigenleistung wieder rein. Auch die Wände brauchten ein Fresh-Up. Zwar wurde die Wohnung gestrichen übergeben, aber ein paar persönlichere Farbtupfer wollten wir dann schon setzen.

Auch die alte Küche sollte nicht nochmal mit umziehen. Die hatte schon ein paar Jahre auf dem Buckel und passte von der Einteilung auch nicht in die neue Wohnung. Meine Frau plante also wochenlang, um am Ende die beste Lösung für die neue Küche zu finden. Wir haben beispielsweise die Fronten unserer Küche selbst hergestellt. Aus einer Birke-Erle Furnier Tischlerplatte. Im Baumarkt wurden uns die Teile nach unseren Angaben geschnitten und wir mussten diese dann nur noch schleifen und mit Schutzlack lasieren. Wir lieben Holz und es war sehr schön zu sehen, wie sich der Raum zu einer ganz individuellen einzigartigen Küche entwickelt hat. Das Holz fühlt sich natürlich und sehr schön an. Besser als die Plastik-Furniere von Ikea und Co.

Neue Wohnung, neue Probleme!

Unser altes Wohnzimmer hatte eine Nord-Ausrichtung, ohne Balkon, im Hinterhaus. Licht brachten die beiden Fenster dort kaum, ein einfacher Vorhang hatte gereicht. In der neuen Wohnung liegt das Wohnzimmer in einer Süd-Lage mit Fenstern und einer Glastür, die zum Balkon führt. Es war für uns etwas Schönes, nun ein helles freundliches Wohnzimmer zu haben. Auch jetzt in der dunklen Jahreszeit genießen wir die hellen Tage am Wochenende sehr. Doch im Sommer brachte uns das viele Licht und die Strahlung der Sonne dann irgendwann doch über unsere Wohlfühltemperatur hinaus. Ein Problem, das wir vorher nicht kannten 😉

Wir können zwar durch den Schnitt der Wohnung wunderbar quer lüften, doch dies war eher eine Lösung für den Abend oder die Nacht. Unsere neu gewonnene Helligkeit im Wohnzimmer wollten wir nicht zerstören und dicke Vorhänge vor Tür und Fenster hängen. Wir brauchten eine andere Lösung. Abhilfe konnten wir dann aber schnell schaffen. Für unsere Fenster gab es es eine passende Velux Markise. Der perfekte Hitzeschutz, der in unserer neuen Wohnung aber auch nötig ist.

Die Sommerdusche aus der Gießkanne

Auf unserer Terrasse haben wir die Balkontür mit einem Sonnenschirm, der einfach am Geländer festgeklemmt wurde, abgeschattet. Die Fenster bekamen die Markisen. So konnten wir die perfekte Kombination von Licht und richtiger Temperatur genießen. Für die Kinder ist im Sommer der Balkon auch eine schöne Sache, hatten wir in der alten Wohnung nämlich nicht. Wir haben dort einen kleinen Plansche-Pool und eine Gießkanne zum abkühlen. Falls es mal zu spät ist zum See zu fahren, wird einfach die Badehose angezogen und unter der Gießkanne erfrischend geduscht.

Das Restwasser aus dem Pool bekommen dann die Blumen. Bei all dem Stress und der ganzen Arbeit, die die Renovierung und der Umzug gebracht haben, es hat sich für uns aber am Ende gelohnt. Unsere Wohnqualität hat sich durch unsere Arbeit deutlich verbessert. Mein Berlin liegt ja immer noch fast direkt vor der Haustür. Was macht ihr gegen die Sommerhitze in der Wohnung? Lasst einen Kommentar da.


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