Wir brauchen eine neue Ethik für ein Zeitalter der digitalen und künstlichen Intelligenz. Auch wenn dies für ein Familienthema etwas sehr nach Science Fiction klingt. Es stellt sich für viele Eltern aber doch die Frage: in welcher Welt werden meine Kinder leben? Dass wir in einem digitalen Zeitalter leben, indem uns durch digitale Helfer im Smart-Home selbst das Licht-anmachen abgenommen werden kann, deutet daraufhin, dass es noch viel weiter gehen wird. Doch was hat digitale Entwicklung und künstliche Intelligenz mit Erziehung zu tun? Es gibt etliches digitales Spielzeug, welches auch Daten auswerten und an die Firmenzentrale schicken möchte. Lernendes Spielzeug, um die wichtigsten Spieldaten des Kindes, aber auch Software Updates und weiteres automatisch zu steuern und auszulesen. Doch wo fängt hier Überwachung an und hört Spielerlebnis auf?

Die digitalen Helfer werden selbstständig

Kinder greifen heute wie selbstverständlich zu Tablets und Smartphones. Sie scrollen durch Bilder oder spielen Videospiele. Das zu verbieten, wäre in einer immer schneller und digitaler werdenden Welt fast schon hanebüchen. Kinder, die den digitalen Anschluss verpassen, könnten im Zeitalter der künstlichen Intelligenz und der fortschreitenden digitalen Entwicklung wie ein Relikt aus alter Zeit wirken. Auch wenn uns diese “Helfer” in der digitalen und analogen Welt unterstützen sollen, Wartung, Programierung und Erweiterung wird, oder sollte dem Menschen überlassen werden.

Hier die Kontrolle zu verlieren und den Anschluss zu verpassen, dürfte fatale Auswirkungen haben. Kinder sollten deshalb ganz nativ in einer digitalen Welt aufwachsen dürfen. Hier mal 10 Minuten mit dem Tablett spielen, da mal ein paar Fotos auf dem Smartphone anschauen. Für unsere Kinder muss der Umgang mit Technik und neuen Medien etwas ganz natürliches sein.

Die Zukunft ist intelligent und digital

Zeitalter der digitalen und künstlichen Intelligenz
Zeitalter der digitalen und künstlichen Intelligenz

Autos werden irgendwann nur noch mit Bordcomputer und Autopilot fahren. Computer und Smart-Devices werden andere analoge Schnittstellen nutzen als Tastatur und Spracheingabe. Unsere Kinder sollten auf diese Umgebung vorbereitet sein. Sie sollten sie mit entwickeln und eine Ethik für dieses intelligente Zeitalter aufstellen. Regeln erstellen, so wie wir es als Eltern in der Erziehung tun. Wir legen den Grundstein für den kritischen Umgang mit digitalen Fußspuren und Daten. Wir sorgen dafür, dass unsere Kinder jetzt geschützt sind, wir müssen sie aber auch für eine Zukunft vorbereiten. Eine Zukunft, die den Meisten von uns wahrscheinlich weiter entfernt ist, als wir es uns vorstellen können.

Unsere Politiker werden uns vor der fortschreitenden Datenerfassung durch digitale Großfirmen nicht schützen. Sie haben selber viel zu großes Interesse daran, alles und genauesten über “ihr Volk” zu wissen. Auch hier sollten wir schnellstens eine Ethik aufstellen. Bei der nächsten Wahl sollten wir ganz bewusst überlegen, wo wir unser Kreuz machen. Für die Zukunft unserer Kinder.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.