Wie sucht man jetzt einen Vater, von dem man nichts weiß, außer den Namen? Wenige Tage, nachdem ich mit meiner Mama darüber gesprochen hatte, wartete ich auf ihre Rückmeldung. Sie war auf der Suche nach Unterlagen, aus denen ich mehr über meinen Vater herausfinden könnte. Dokumente von den Unterhaltszahlungen, dem Vaterschaftstest, ggf. eine alte Adresse.
Sie hatte mir aber noch nichts geschickt.
Ich war etwas hibbelig. Ich wollte jetzt endlich loslegen.
Und dann, wer glaubts? Eines Abends finde ich beim Ausmisten einiger Dokumente meine Geburtsurkunde. Purer Zufall!

WO suche ich?

Der Plan war, über die Ämter mit einer vorhandenen Adresse und meiner Urkunde, die nachweist dass er mein Vater ist, die Suche zu starten.
Aber als ich diese Urkunde in der Hand hielt und da sein Name stand, wollte ich nicht länger warten. Keine Zeit verschwenden. Mein Entschluss war gefasst! Jetzt ist die richtige Zeit für mich! Ich wollte nicht länger warten und abhängig davon sein, wann ich einen Termin bei den Ämtern bekomme oder abhängig davon Bearbeitungszeiten abzuwarten.

Einfach mal googeln, dachte ich. Den Namen auf Facebook eingeben.
Ich wusste natürlich nicht, wonach ich genau suche, denn bloß unter dem Namen gab es Einige, die auftauchten. Und es würde ja wohl keiner auf seiner Seite stehen haben ‚Ich habe eine Tochter die ich nicht kenne‘.
Ich gab noch den Wohnort ein um die Suche etwas zu begrenzen.
Jetzt waren es schon deutlich Weniger, die auftauchten. Ich schaute mir also die verschiedenen Profile an.

Ist er das? Mein Bauchgefühl spielte verrückt.

Und dann war da immer wieder dieser eine Mann. Ich sah ihn und irgendwas passierte mit mir.
Haltet mich für verrückt…
Aber glaubt mir wenn ich euch sage:
Mein Herz hat gepocht, wie wild. Ich sah ihn und dachte – er ist es!
Der Wohnort passte. Und dann die Haare, das würde einiges über meine Haarfarbe erklären…
Ich zeigte das Bild meinem Mann und er dachte das Gleiche. Ist er befangen? Er spürte ja, wie ich mich fühlte, als ich das Bild sah. (viel später sollte ich noch etwas anderes hierzu erfahren, darüber schreibt Klabautermann dann bald 😉 )
Ich rief meine Mama an: “ Würdest du ihn heute noch erkennen, wenn ich dir ein Bild zeige?“ Ein kleiner Dämpfer erwartete mich: „Bestimmt nicht. Glaubst du ihn gefunden zu haben? Nicht, dass du enttäuscht wirst, wenn er es nicht ist.“
Sie hatte natürlich recht. Ich muss dazu sagen, auch sie kannte ihren Vater nicht und hatte auch erst spät nach ihm gesucht. Ich bekam damals nur teilweise mit, wie schwer die Suche bei ihr war.

Aber mich ließ dieses Gefühl nicht los…

Ich suchte nochmal über Google.

Und fand einige weitere Profile, immer war der gleiche Mann zu sehen. Ich las mir die Profile durch und sammelte die ein oder andere wichtige Information. Unter anderem das Alter, die Schule, die Art und Zeit der Ausbildung. Alles wichtige Hinweise!
Ich hielt Rücksprache mit meiner Mama, sie bestätigte die Informationen und dann war es klar..
Er muss es sein!
Das wäre ja auch ein komischer Zufall, wenn er es nicht ist. Und da war ja noch mein Bauchgefühl. Das war sich immerhin beim ersten Bild von ihm schon sicher.

ER IST ES!

Ja, und Jetzt???
Ich stellte ihm auf Facebook eine Freundschaftsanfrage.

Wie er auf die Freundschaftsanfrage reagierte und was dann als Nächstes passierte, lest ihr in unseren nächsten Teilen und unter der Kategorie Momente. Hier ist der auf diesen Artikel folgende Teil 8.

Eure Piratentochter


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